In den letzten Monaten tauchen immer mehr Anbieter von GPS-Kinderuhren auf dem Markt auf. Bei den vielen Anbietern und ähnlichen Modellen kann man leicht den Überblick verlieren – zumal wir leider zunehmend beobachten, dass einige Hersteller nicht ganz ehrlich und transparent über ihr Produkt informieren. Wie unterscheidet man also gute, sichere Modelle von weniger geeigneten? Wir zeigen, worauf du achten solltest und was beim Kauf einer Kinder-Smartwatch wirklich wichtig ist.
Welche Risiken gibt es bei Kinderuhren mit GPS?
Im Mittelpunkt einer GPS-Kinderuhr steht die Kommunikation zwischen der Eltern-App und der Uhr selbst. Die Datenübertragung läuft dabei nicht direkt, sondern wird zunächst in Datenbanken innerhalb einer Plattform versammelt. Auf dieser Plattform werden unter anderem Login-Daten, Standortinformationen, Telefonnummern, Kontakte und Nachrichten gespeichert. Daher ist höchste Sicherheit bei der Datenaufbewahrung, -übertragung und beim Datenschutz gefragt. Schließlich sollten solche wertvollen Daten niemals in fremde Hände geraten.
Warum die GPS-Funktion bei manchen Anbietern ein Risiko darstellen kann
Anbieter von GPS-Kinderuhren sind oft kleine Online-Shops, die ihre Geräte bei ausländischen Lieferanten (z. B. in China) einkaufen und einfach weiterverkaufen. Durch sogenanntes „Customizing“ passen sie Logo, Design und sogar die App-Oberfläche leicht an ihre Marke an. Auf den ersten Blick wirkt das Produkt dadurch wie selbst entwickelt, tatsächlich handelt es sich jedoch lediglich um eingekaufte Massenware.
Diese Geräte nutzen dann eine nicht-lokale, ausländische Plattform und App, die im Land des eigentlichen Herstellers entwickelt und betrieben wird. Alle Daten – darunter Anmeldedaten, Telefonnummern, persönliche Nachrichten, Standortinformationen und sogar Video-Streams deines Kindes und aller Beteiligten (Eltern, Pflegepartner, Familienmitglieder etc.) – laufen automatisch über diese ausländischen Server. Laut der strengen Datenschutzbestimmungen in Deutschland und der EU müssten Shops ihre Kunden ausdrücklich darüber informieren, damit diese das Risiko bewusst einschätzen können. Leider tun dies viele Anbieter nicht.
Zweifel an Qualität und Sicherheit der Materialien
GPS-Kinderuhren müssen strenge (Sicherheits-) Anforderungen erfüllen – etwa bei Akkus, Ladegeräten, Kabeln, Gehäusen und selbst den Armbändern. Aus Erfahrung wissen wir, dass viele nicht-europäische Hersteller diese strengen europäischen Vorgaben nicht immer einhalten. Oft steht ein möglichst günstiger Preis bei gleichzeitig hoher Gewinnspanne im Vordergrund, die Sicherheit des Produkts dagegen erst an zweiter Stelle.
Offizielle Prüfsiegel sind aufwendig und teuer – daher werden Gütesiegel, Qualitätslabel und Sicherheitszertifikate leider immer wieder gefälscht. Nach europäischem Gesetz ist der Importeur, also in diesem Fall der Onlineshop selbst, für die Produktsicherheit und die Regelprüfung verantwortlich. Kommt es zu durch das Produkt verursachten Verletzungen oder Bränden, haftet der Shop unmittelbar – eine große Verantwortung, derer sich viele Betreiber kaum bewusst sind.
one2track übernimmt gern die Verantwortung
Bei one2track wird die GPS-Plattform vollständig von unserem hauseigenen Team aus festangestellten Entwicklern entworfen, entwickelt und betrieben. Unsere Ingenieure unterliegen dabei einer strengen Geheimhaltungspflicht gemäß ihrem Arbeitsvertrag. Alle Datenbanken und das Plattformsystem befinden sich in einer stark gesicherten Umgebung in einem Rechenzentrum in Amersfoort in den Niederlanden und erfüllen sämtliche NEN-Normen. Die Plattform ist mehrfach abgesichert, sodass es nahezu unmöglich ist, Nutzerdaten abzufangen. Unsere Cybersecurity-Spezialisten überwachen dies kontinuierlich.
Antrag auf Durchsetzung beim RDI und ACM gestellt
Wir halten es für inakzeptabel, dass der Markt derzeit von Webshops überschwemmt wird, die ausländische Produkte ausschließlich mit Gewinnabsicht von zu Hause aus weiterverkaufen. Ihre Websites und Datenschutzbestimmungen sind irreführend und informieren die Kunden nicht über die Risiken. Pflichtmäßige Produktprüfungen werden nicht durchgeführt und die Haftung ist nicht ordnungsgemäß geregelt. Aus diesem Grund hat one2track in der vergangenen Woche bei der Niederländischen Datenschutzbehörde (Autoriteit Persoonsgegevens) sowie beim Dienst für digitale Infrastruktur (RDI) einen Durchsetzungsantrag gestellt, um Verbraucher besser zu schützen. Wir haben bereits eine Rückmeldung erhalten, dass der Fall aktuell untersucht wird.
Unser Rat an Verbraucher, die aktuell noch auf der Suche nach einer guten, zuverlässigen und sicheren Kinderuhr mit GPS sind, die nicht von one2track stammt: Prüfen Sie insbesondere die oben genannten Punkte sorgfältig.
Mehr darüber, wie eine GPS-Uhr für Kinder funktioniert? Lesen Sie hier weiter.